Siedlungserweiterung nach Norden:
Partizipation der Bewohner und neue Entwicklungsperspektiven für Steilshoop

Mit der Bebauung des Nordbereiches steht Neu-Steilshoop vor dem bedeutsamsten städtebaulichen Eingriff in seiner fünfzigjährigen Geschichte. Die Beteiligungsgremien Stadtteilbeirat und Koordinierungskonferenz sind der Meinung, dass es sich dabei um Veränderungsmaßnahmen handelt, die „für das Umfeld besonders prägend sind“. Daher können wir davon ausgehen, dass die selbstauferlegte Verpflichtung der im Bezirk Wandsbek regierenden Koalition, „Beteiligungsprozesse“ zu initiieren, „die über die Vorgaben des Baugesetzbuches hinausgehen“, erfüllt werden wird.
Allerdings muss konstatiert werden, dass vor allem auf der Ebene des Senates die Planung bisher nicht mit der für Beteiligungsprozesse notwendigen Transparenz behandelt worden ist. So wurde erst Ende 2018 bekannt, dass die Grundstücke dem Wohnungsbaukonzern SAGA in Erbpacht übereignet werden sollen, welcher dann auch für den städtebaulich-freiraumplanerischen Wettbewerb zuständig sein soll.
Dadurch steht zu befürchten, dass die seit fünfzig Jahren sich entwickelnden Defizite des Stadtteils weiter fortgeschrieben, statt behoben werden. Statt eine weitere Nahverdichtung des Wohnraumes in Steilshoop zu betreiben, wäre die Etablierung weiterer Orte der Begegnung ein vielversprechender Lösungsansatz, um die Wohnsiedlung als Erlebnisraum wieder attraktiv werden zu lassen und den Austausch mit dem Siedlungszentrum beleben zu können. Die vorherrschende Trennung von Wohnen, Konsum, Freizeit und Arbeiten orientiert sich noch an den Lebensbedingungen des frühen 20. Jahrhunderts. Eine reine Bebauung mit Wohnungen im Bereich des Nordgeländes wird diesen mittlerweile überholten Planungsgrundsatz fortschreiben.

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